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Hinsetzen, warten, mitfahren – Die Mitfahrbank in Enniger

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Enniger – Jede Ennigeranerin und jeder Ennigeraner hat sie sicher schon einmal im Vorbeifahren gesehen; eine der drei aufgestellten „Mitfahrbänke“ –  am Verbrauchermarkt K+K ortsauswärts, bei der Volksbank am Marktplatz sowie der Feuerwehr. Doch wozu sind diese drei neuen Bänke gut?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Rudolf Fissahn, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorfentwicklung erklärt: Im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, an dem Enniger in diesem Jahr teilgenommen und gewonnen hat, wurden diese Bänke für Diejenigen innerhalb des Ortes aufgestellt, die kein Auto bzw. keinen Führerschein besitzen und einfach und bequem von A nach B kommen möchten. Sei es zum Einkaufen oder zur Bank oder einfach nur nach Hause. Das Konzept ist nicht neu; hatte Fissahns Sohn es vor rund einem halben Jahr in Süddeutschland entdeckt und sofort gedacht, dass diese „Attraktion“ sicher etwas für Enniger wäre. Vor gut zwei Monaten stellte der Arbeitskreis Dorfentwicklung die Bänke gemeinsam mit dem Löschzug Enniger auf. Ein ganz besonderer Dank gilt nicht nur allen fleißigen Helferinnen und Helfern, insbesondere Willi Brune und Andreas Hoppe von der Feuerwehr und auch den Beckumer Bauknechten, von denen die Bänke gesponsert worden sind.

Lisa Bleckmann zeigt, wie es geht: Zielort auf einer der Klapptafeln auswählen und auf die nächste Mitfahrgelegenheit warten.

Lt. Fissahn kommen die Bänke so gut im frischgebackenen Golddorf an, dass zwei weitere Bänke in Kürze aufgestellt werden sollen; an der Apotheke sowie an der Lönsstraße Richtung Süden. Aber nicht nur bei den Bewohnern des Voßbachdorfes kam die Idee an, sondern auch bei der Kommission für „Unser Dorf hat Zukunft.“ Ob die Mitfahrbank letztlich der ausschlaggebende Punkt für Gold im Kreiswettbewerb war, weiß Fissahn nicht; die Bänke passen jedoch zu Ennigers Motto: „Gemeinsam großartig.“ Ist Ennigerlohs Ortsteil nicht nur fit für die Zukunft – personell gesehen ziehen immer mehr junge Leute nach Enniger – bewahrt Enniger das Alte, wie zum Beispiel den sehenswerten historischen Ortskern, und ist gleichzeitig offen für Neues.

Soweit zur Theorie. In der Praxis hat der eine oder andere Ennigeraner aber noch Schwierigkeiten mit der Benutzung der Bank, so Fissahn. Dabei ist die Handhabung kinderleicht. Das kann auch Lisa Bleckmann bestätigen, die erst kürzlich mit zwei Bekannten die Gelegenheit genutzt hat, eine der Mitfahrbänke auszuprobieren. Sie musste gar nicht lange warten; ausgerechnet der eigene Nachbar kam vorbei und nahm alle drei mit. Vor allem die Standorte an der Volksbank sowie am fernab gelegenen K+K-Markt findet sie gut. „Eine tolle Idee, die sich allerdings noch in den Köpfen der Ennigeraner festigen muss.“

 

 

 

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